Die Wasserfassungen...
...nehmen die Bach- und Flussgewässer auf und führen sie mittels Zuleitungsstollen den Speicherbecken zu. Dort beginnt die Durckleitung zum darunterliegenden Kraftwerk.
Eine gigantische Drosselklappe am oberen Ende der Druckleitung, unterbicht im Bedarfsfall den Wasserfluss und verhindert so eine Leerung des Beckens.
Der Wasserdruck in der Leitung nimmt proportional zum Gefälle zu, um schlussendlich die Turbinen des Kraftwerks anzutreiben.
Der Hochdurckwasserstrahl trifft mit grosser Wucht auf die Schaufeln der Turbine, versetzt diese und somit den Generator in Rotation und erzeugt elektrischen Strom. Das Wasser wird unversehrt seinem natürlichen Lauf zurückgegeben.
Mit einem Transformator wird dann die Spannung erhöht, um die Transportverluste auf den Leitungen zu reduzieren.
Höchstspannungsleitungen von 220kV und 380kV (1kV = 1000V) transportieren den elektrischen Storm über hunderte von Kilometern bis in die Verbrauchsregionen.
Bei seiner Ankunft im Verbrauchsgebiet wird der Storm in Unterstationen auf 50kV und 16kV zurückgewandelt. Alsdann erfolgt die Feinverteilung über Freileitungen oder unterirdische Kabel.
In der Nähe der Endverbraucher wird die Spannung mittels kleinen Trasformatoren dem für den Hausgebrauch geeigneten Wert von 380/220V angepasst.
Der Stormzähler im Haus ist somit der Schlusspunkt einer langen und komplexen Produktions-, Transport- und Verteilungskette elektrischer Energie.