Finanzieller Überblick 2019/20 

Die Jahreskosten zu Lasten der Partner betragen 69.5 Mio. CHF, also rund 3.9 Mio. CHF oder 6.0 % mehr als im Vorjahr. 

Unter den Positionen des Betriebsaufwands gibt es die wesentlichste Kostenzunahme beim Energie- und Netznutzungsaufwand zu verzeichnen, der um 2.2 Mio. CHF zugenommen hat als Folge des deutlich höheren Einsatzes der Pumpanlagen des Kraftwerks Robiei. Ebenfalls zugenommen haben der Aufwand für Material und Fremdleistungen um 0.1 Mio. CHF und der Personalaufwand um 0.8 Mio. CHF. Während der Abschreibungsaufwand in etwa gleicher Höhe wie im Vorjahr ausgefallen ist, hat der übrige Betriebsaufwand um rund 0.2 Mio. CHF abgenommen. Die Abnahme um 0.3 Mio. CHF der anderen Energieerträge ist eine direkte Folge des Wechsels des neuen Kleinwasserkraftwerks Borgnone in die Direktvermarktung ab 1. Januar 2020: Ab diesem Datum wird nämlich auch diese Stromproduktion von den Aktionären bezogen und mittels Zahlung der Jahreskosten entschädigt. Ebenfalls abgenommen haben die übrigen betrieblichen Lieferungen und Leistungen um 0.2 Mio. CHF, der übrige Betriebsertrag um 0.2 Mio. CHF sowie die aktivierten Eigenleistungen um 0.5 Mio. CHF, was auf die im Verhältnis zum Vorjahr rückläufige Investitionstätigkeit zurückzuführen ist. 

Aufgrund des auf mehrere Jahre ausgelegten Programms zur Erneuerung der Betriebsanlagen wurden im Geschäftsjahr 2019/20 Investitionen in Sachanlagen für gesamthaft 2.7 Mio. CHF getätigt. Davon betreffen 0.8 Mio. CHF aktivierte Eigenleistungen. Im Vorjahr waren Investitionen in Sachanlagen für gesamthaft 6.0 Mio. CHF getätigt worden. 

Dem Kanton Tessin wurden für das Geschäftsjahr 2019/20 21.0 Mio. CHF als Wasserzins­abgaben überwiesen. Das sind 0.6 Mio. CHF mehr als im Vorjahr. Auf den ersten 1. Januar 2020 wurde die für die Bemessung der Wasserzinsen massgebende Bruttoleistung aufgrund der effektiven Wasserzuflüsse der letzten Jahre überprüft und für die Periode 2020–2024 neu festgesetzt. Der Ansatz entspricht weiterhin dem gesetzlichen Maximum von 110 CHF pro Kilowatt Bruttoleistung. 

Im Berichtsjahr wurden auslaufende Finanzverbindlichkeiten in der Höhe von 50 Mio. CHF zurückbezahlt und es konnten langfristig neue Mittel im Betrag von 30 Mio. CHF zu weiterhin sehr vorteilhaften Zinskonditionen aufgenommen werden. Wie schon im Vorjahr wurde der Ofima eine weitere Tranche im Betrag von 2.9 Mio. CHF der an die Swissgrid AG gewährten Wandeldarlehen im Zusammenhang mit den 2013 und 2015 erfolgten Überführungen der Übertragungsnetzanlagen zurückbezahlt. 

Der verbuchte Aufwand für Ertrags-, Kapital- und Liegenschaftssteuern hat gegenüber dem Vorjahr um 0.3 Mio. CHF zugenommen. Der Steueraufwand von 5.1 Mio. CHF verteilt sich auf den Kanton mit 3.2 Mio., auf die Gemeinden mit 1.5 Mio. und auf den Bund mit 0.4 Mio. CHF.