Finanzieller Überblick 2020/21  

Die Jahreskosten zu Lasten der Partner betragen 66.1 Mio. CHF, also rund 3.4 Mio. CHF oder 4.9 % weniger als im Vorjahr.

Unter den Positionen des Betriebsaufwands ist die wesentlichste Kostenreduktion beim Energie- und Netznutzungsaufwand zu verzeichnen, der um 3.3 Mio. CHF abgenommen hat. Zum einen ist dies auf den tieferen Einsatz der Pumpanlagen des Kraftwerks Robiei im Verhältnis zum Vorjahr zurückzuführen; zum anderen haben die Bezugskosten für den Strom der Kraftwerk Aegina AG um gut 1.7 Mio. CHF abgenommen. Ebenfalls abgenommen gegenüber dem Vorjahr haben die Abschreibungen um 0.3 Mio. CHF, während der übrige Betriebsaufwand in etwa gleicher Höhe wie im Vorjahr ausgefallen ist. Zunahmen sind hingegen beim Aufwand für Material und Fremdleistungen um 0.7 Mio. CHF und beim Personalaufwand um 0.4 Mio. CHF zu verzeichnen. Die Abnahme um 0.7 Mio. CHF der anderen Energieerträge kann im Wesentlichen auf tiefere vergüteten Einspeiseprämien seitens Pronovo AG für die Produktion des Kleinwasserkraftwerks Borgnone zurückgeführt werden, was seinen Grund in den im Vergleich zum Vorjahr auf dem Strommarkt stark angestiegenen Referenzmarktpreise hat. Ebenfalls abgenommen hat der übrige Betriebsertrag um 0.4 Mio. CHF, während die übrigen betrieblichen Lieferungen und Leistungen um 0.5 Mio. CHF sowie die aktivierten Eigenleistungen um 1.0 Mio. CHF zugenommen haben.

Aufgrund des auf mehrere Jahre ausgelegten Programms zur Erneuerung der Betriebsanlagen wurden im Geschäftsjahr 2020/21 Investitionen in Sachanlagen für gesamthaft 6.6 Mio. CHF getätigt. Davon betreffen 1.7 Mio. CHF aktivierte Eigenleistungen. Im Vorjahr waren Investitionen in Sachanlagen für gesamthaft 2.7 Mio. CHF getätigt worden.

Dem Kanton Tessin wurden im Berichtsjahr 21.2 Mio. CHF als Wasserzinsabgaben überwiesen. Das sind 0.2 Mio. CHF mehr als im Geschäftsjahr 2019/20, was damit zusammenhängt, dass auf den 1. Januar 2020 die für die Bemessung der Wasserzinsen massgebende Bruttoleistung aufgrund der effektiven Wasserzuflüsse der letzten Jahre für die Periode 2020–2024 neu festgesetzt wurde. Der Ansatz entspricht weiterhin dem gesetzlichen Maximum von 110 CHF pro Kilowatt Bruttoleistung.

Im Geschäftsjahr 2020/21 wurden auslaufende Finanzverbindlichkeiten in der Höhe von 40 Mio. CHF zurückbezahlt und es konnten langfristig neue Mittel im Betrag von 30 Mio. CHF zu weiterhin sehr vorteilhaften Zinskonditionen aufgenommen werden.

Als Ergebnis der im Berichtsjahr erfolgten finalen Bewertung der in die Swissgrid AG Anfang 2013 eingebrachten 100%-Tochtergesellschaft Ofima Netz AG resultierte ein ausserordentlicher Ertrag in der Höhe 0.2 Mio. CHF. Zudem wurde der Ofima, wie schon im Vorjahr, eine weitere Tranche im Betrag von 2.9 Mio. CHF der an die Swissgrid AG im Zusammenhang mit den 2013 und 2015 erfolgten Überführungen der Übertragungsnetzanlagen gewährten Wandeldarlehen zurückbezahlt.

Der verbuchte Aufwand für Ertrags-, Kapital- und Liegenschaftssteuern beträgt wie im Vorjahr 5.1 Mio. CHF. Der Steueraufwand verteilt sich auf den Kanton mit 3.1 Mio., auf die Gemeinden mit 1.5 Mio. und auf den Bund mit 0.4 Mio. CHF.