Die grösstenteils unterirdischen Anlagen erstrecken sich über mehr als 60 km zwischen dem Speicherbecken Gries im Oberwallis und dem Kraftwerk Verbano in Brissago am Langensee.

Im oberen Teil befinden sich die Wasserfassungen des Aeginatals, des Bedrettotals und des oberen Bavonatals, die Speicherbecken Gries, Cavagnoli-Naret und die Ausgleichsbecken Robiei-Zött. Das in einer Gebirgslandschaft von 70 km2 gesammelte Wasser wird in den Kraftwerken Altstafel, Robiei und Bavona genutzt.

Im mittleren Teil speisen die Wasserfassungen des oberen Lavizzaratals das Speicherbecken Sambuco und das darunterliegende Kraftwerk Peccia. Die im Ausgleichsbecken Peccia gesammelten Zuflüsse speisen, zusammen mit den Abflüssen aus den Kraftwerken Bavona und Peccia, das Kraftwerk Cavergno.

Im unteren Teil sammeln sich im Ausgleichsbecken Palagnedra die Gewässer aus den Centovalli, dem Maggia- und dem Onsernonetal und die Abflüsse des Kraftwerks Cavergno. Gesamthaft speist ein Einzugsgebiet von 750 km2 das Kraftwerk Verbano, das letzte Glied der Anlagenkette. Schlussendlich wird das Wasser in seiner ursprünglichen Reinheit dem Langensee zurückgegeben.

Die Bruttofallhöhe von ca. 2200 m zwischen den Speicherbecken Gries auf 2386 m ü.M. und dem Langensee auf 193 m ü.M. ist das höchste Gefälle, das in der Schweiz über eine Kette von Speicherkraftwerken grosser Leistung genutzt wird.